Aus der Geschichte der Pfarrei St. Laurentius, Schweighofen

 

Schweighofen gehörte seit seiner Gründung zum Kloster Weißenburg – zur Mundat. Nahe der römischen Siedlung Altenstadt wird im 7.Jahrhundert auf einer Lauterinsel das Benediktinerkloster Weißenburg gegründet. Das Kloster entwickelt sich rasch zu einem geistigen und religiösen Zentrum im Reich. Zur Zeit ihrer ersten Erwähnung  bilden die Siedlungen  Schweighofen, Kapsweyer und Steinfeld das Amt St.Remig, dessen Zentrum das östliche der vier Befestigungswerke der Klosters ist.


1311
Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Schweighofen
Um 1500
Im Ort soll es eine dem heiligen Laurentius (+ 10.08.256) geweihte Kapelle geben, Schweighofen gehört zur Pfarrei Altenstadt.
1765 /66
Bau einer größeren Kapelle an der Stelle der baufälligen Alten zum Beten Rosenkranzes und von Litaneien an Sonn- und Feiertagen und Samstagabends
1790
Erhebung zur Pfarrei durch Fürstbischof August von Limburg-Styrum.
1791 - 1808
Pfarrer Johann Weber
1808 - 1818
Pfarrer Johann Baptist Legin
1812
Primizfeier des ersten Priestersohnes Johann Michael Frey (1788 – 1856) Er ist heute noch als Geschichtsschreiber bekannt. Er ist der Verfasser  der 4-bändigen Geschichte des bayrischen Rheinkreises, eines Standardwerkes zur Geschichte der Gemeinde im Bistum Speyer
1818 - 1839
Pfarrer Peter Kornreich
1839 - 1841
Pfarrer Johann Jeitzmann
1841 - 1844
Pfarrer Martin Groß
1844 - 1849
Pfarrer Jakob Kaufmann
1849 - 1857
Pfarrer Nikolaus Schär
1857 - 1881
Pfarrer Johann Schäfer
1868
Gegen Widerstand gründete Pfr. Schäfer einen Kirchenbauverein, zum   Bau einer größeren Kirche.
1870
Es wurde beschlossen, mit dem Kirchenbau 1881 zu beginnen.
1870
Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen ist anlässlich der Schlacht von Weißenburg Gast im Pfarrhaus
1881 - 1895
Pfarrer Andreas Schmitt
1893
Abriss der Kapelle
1893/94
Grundsteinlegung für eine neue, größere Pfarrkirche
07. 11. 1894
Einsegnung der Kirche durch den Lauterburger Dekan.
1895 - 1915
Pfarrer Heinrich Adami
1900
Gründung des Kirchenchors
1903
Primizfeier des Neupriesters Carl Beck (1878 - 1950)
02. 09. 1906
Weihe des neuen Gotteshauses durch Bischof Konrad von Busch
1915 - 1929
Pfarrer Peter Rudolph
1924

Pfingsten: Blitzschlag in den Kirchturm

1929 - 1939
Pfarrer Michael Schmitt
1939 - 1951
Pfarrer Eugen Weinspach
1939
Der Kirchturm wird vom deutschen Militär gesprengt; Teilzerstörung der Kirche
1939/40
Evakuierung des Dorfes bei Kriegsausbruch ins katholische Oberfranken 12 Monate blieben die Schweighofener in mehreren Orten bei der Bischofsstadt Bamberg. Ortspfarrer Eugen Weinspach  betreute die Evakuierten aus dem Bamberger Pfarrhaus St.  Martin.
09. 11. 1941 - 48
Die Heimkehrer feierten den Gottesdienst im Saal der Wirtschaft zur Pfalz (Mannsmann)
08. 12. 1944
Gelöbnisversprechen der Pfarrei [siehe auch das Gedicht “Dezembersturm” von Ernst Biehn]
13. 12. 1944
Erneute Evakuierung des Dorfes vor der herannahenden Front. Von Februar bis nach Ostern sind nur einige Leute im Dorf, diese besuchen den Gottesdienst in Kapsweyer. Der 2. Weltkrieg fordert in Schweighofen einige Menschenleben (siehe "gefallene und vermisste Soldaten")
07. 05. 1945
Verbot der Wiederbesiedlung des zerstörten Dorfes durch die Franzosen dritte Evakuierung.
Juli 1945
Wiederbesiedlung des Ortes
1946 - 48
Wiederaufbau der Pfarrkirche unter Pfarrer Eugen Weinspach
30. 05. 1948
Weihe der wiedererbauten Kirche durch Bischof Joseph Wendel
1949
Weihe der 3 neuen Glocken durch Bischof Joseph Wendel
1951 - 61
Pfarrer Josef Storck ist Ortspfarrer der Gemeinde; wegen Erkrankung des Pfarrers übernimmt Kaplan Engel die Krankheitsvertretung.
09. 09. 1956
Priesterweihe von Pater Ottmar Viktor Strasser in München
16. 09. 1956
Primizfeier  von Pater Ottmar in Schweighofen
1961 - 71
Pfarrer Josef Süß übernimmt die Pfarrei / Kirchenrenovierung  unter Pfarrer Josef Süß
04. 08. 1963
Priesterweihe von Lothar Bauchowitz, er ging als Missionspfarrer nach Brasilien
1968
Erste Pfarrgemeinderatswahl
1971 - 73
Pfarrer Josef Marianus Ackermann
1973 - 76
Pfarrer Adolf Laux
1976 - 82
Pfarrer Pieter Clous
ab 1982 - 99
Mitverwaltung der Pfarrei durch Pfarrer Alfons Blesinger; Pfarrer von Steinfeld
bis 1997
erhält Pfarrer Blesinger  seelsorgerische Unterstützung durch Pfarrer i.R. Peter Braun
1994
Gemeindereferentin Patricia Wolff wird Mitarbeiterin von Pfarrer Blesinger.
1999
Pfarrer Blesinger tritt aus gesundheitlichen Gründen den Ruhestand an
ab 01. 08. 1999
Pfarrer Josef Metzinger übernimmt die Pfarreien  St. Ulrich  Kapsweyer, St.Leodegar Steinfeld mit St. Nikolaus Niederotterbach und St. Laurentius Schweighofen.
21. 05. 2000
Ehrung des Kirchenchores mit der Palestrina-Medaille.
2002
Schweighofen hat ca. 600 Einwohner, davon sind  437  Katholiken
30.09.2011

Pfarrer Metzinger wird nach Dudenhofen versetzt. Viehstrich- und Weinstraßengemeinden mit der Pfarreiengemeinschaft Bad-Bergzabern zusammengelegt. Das Seelsorgeteam:

  • Pfarrer Bernd Höckelsberger von Bad-Bergzabern,
  • KooperatorPater Dr. Robert Maszkowski
  • Kaplan Dr. Udo Stenz

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Johann Michael Frey

geb.: 21.09.1788 in Schweighofen
gest.: 08.01.1854 in Hatzenbühl

Er studierte in Straßburg Theologie , war Pfarrer von verschiedenen Pfarreien, 1822 wurde er Distriktsschulinspektor,1826 übernahm er die Pfarrei Hatzenbühl,1837 wurde er Dekan.
Er war Verfasser des Buches: “Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königl. bayr. Rheinkreises“ 1836 und 1837 in 4 Bänden.
Mit Remling zusammen gab er 1845 das „Urkundenbuch des Klosters Otterberg“ heraus.

Johannes Schäfer

geb. 1824
gest. 1892 in Königsbach

Unter  Pfr. Schäfer wurde der Grundstein für eine größere Kirche in Schweighofen  gelegt. Er setzte alle Mittel in  Bewegung um Geld für den Kirchenbau zu bekommen.
1870, bei der Schlacht von Weißenburg, war Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen bei Pfr. Schäfer im Pfarrhaus zu Gast.
Seine sterbl. Überreste wurden 1971 nach Schweighofen umgebettet.


Carl Beck
geb.:   08.07.1878 in Schweighofen
gest.:   23.02.1950 in Ludwigshafen a.Rh.

Pfr. Weinspach

geb.: 15.01.1906 in Dahn
gest.: 22.6.1979 in Völkersweiler

Er war Schüler des bischöfl. Konvikt in Speyer und machte 1925 dort sein Abitur, studiert hat er in Innsbruck und München 1930 erhielt er von Bischof Dr. Ludwig Sebastian die Priesterweihe.
Er war Kaplan in Deidesheim, Waldsee und Schifferstadt, Verwalter von Rockenhausen, Seelsorger von Altleiningen und Pfarrer von Schweighofen, Rülzheim und Wernersberg.
1957 baute er in Rülzheim das Dieterskirchel an die Stelle der 1824 abgebrochenen Wallfahrtskapelle zum Hl. Theodard.
Ab 1971 betreute er als Spiritual die Paulusbrüder im St. Paulus-Stift in Völkersweiler und die im Josefshofs untergebrachten pflegebedürftigen  Männer


Pfr. Storck
geb.: 10. 03. 1908 in Reinheim
gest.: 20. 01. 1961 in Ludwigshafen

Pater Ottmar Viktor Strasser

geb.: 02.06.1929 in Schweighofen
gest.: 21.11.2001 in München

Einkleidung bei den Franziskanern 12.08.1950 in Dietfurt
Priesterweihe  am 09.092001.1956 in München
Erstes hl. Messopfer :16.09.1956 in Schweighofen


Pfr. Josef Süß

geb.: 19.03.1900 in Vietach
gest. : 05.02.1974 in Blankenborn

Priesterweihe: 30.05.1926
Während des Krieges war Pfr. Süß ein unerbitterlicher Gegner des Nationalsozialismus und gewährte Politisch – Flüchtigen Obdach.
Nach dem Krieg setzt er sich für die Belange der vom Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogenen Birkenhördter ein. In Birkenhördt war er 26 Jahre als Priester tätig und für kurze Zeit auch Bürgermeister.
1961 übernahm er die Pfarrei Schweighofen.
1971 wurde er zu Ehrenmitglied des Domkapitels von Rondonopolis /Brasilien ernannt.


Pater Lothar Bauchowitz

geboren wurde Pater Lothar in Königsberg/Ostpreußen

1947 kam er als Aussiedler zu Pfr. Josef Süß nach Birkenhördt.
Er machte in Landau sein Abitur und studierte in Mainz Theologie, dort wurde er dann 1963 auch zum Priester geweiht.
Von  1961-1971 lebte er bei Pfr. Josef Süß in Schweighofen, dieser war von Birkenhördt hierher gezogen. Er feierte in Schweighofen seine Nachprimiz und ging 1964 als Missionspfarrer ins Mato Grosso Gebiet /Brasilien.
Im August 2003 feierte Pater Lothar sein 40jähriges Priester-Jubiläum in Schweighofen.


Pfr. Josef Marianus Ackermann

geb. 05.12.1910 in Lingenfeld
gest.   01.08.1973 in Mindelheim

Mit 14 Jahren trat er als Bruder – Kandidat bei den Vätern vom HL. Geist in Knechtsteden ein. Er erlernte dort das Schneiderhandwerk .
Mit 18 Jahren legte er die Ordensprofess ab und war im Orden als Schneider, Gärtner und Pförtner tätig.
1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen, er war Oberfeldwebel und wurde 1942 wegen der Verteidigung des Katholischen Glaubens zu einer längeren  Gefängnisstrafe in Germersheim verurteilt.
Im März 1945 geriet er in der Tschechoslowakei in Kriegsgefangenschaft. Er wurde zu Unrecht als SS-Mann verdächtigt und musste 5 Jahre in Dnjepopetrowsk verbringen.
1950 begann er das Studium der Theologie in Köln, Krefeld und Einsiedeln/Schweiz.
Am 08.03.1970 wurde er mit 60 Jahren in Speyer zum Priester geweiht. Er wurde Krankenhausseelsorger in Landau und Ludwigshafen.
1971 übernahm er das Kurat Schweighofen.


Pfr. Adolf Laux

geb. 25.04.1911
gest. 13.10.1994

Ein großes Anliegen während seiner Priesterzeit:
Die Spannung zwischen  Gottesnähe und Gottesverborgenheit. Die Menschen fragten nicht nach Gott. Weil sie ihn nicht suchten, fänden sie ihn nicht.
Am 30.06.1935 wurde er im Speyrer Dom zum Priester geweiht.
Kaplan war er in Münchweiler/Rodalben, Schifferstadt und Waldmohr.
1955 wurde er als Religionslehrer an das Gymnasium der Franziskanerinnen in Kaiserslautern.
1968 erhielt er den Lehrauftrag für Religion an der Päd. Hochschule von Kaiserslautern.
Pfarrer war er in Kirchheimbolanden, Heiligenstein, Lambsheim und Schweighofen.
Als Ruhestandsgeistlicher war er in Kerzenheim, Laumersheim und  Kirchheimbolanden aktiv.


Pfr. Pieter Clous

geb. 10.08.1922 in Haarlem/Holland
gest. 1991

1949 in Nijmwegen / Holland zum Priester geweiht.
Bevor er  1976 Pfarrverwalter von Schweighofen und Kapsweyer wurde, war er in der Mission tätig


Pfr. Alfons Blesinger

Am 04.07.1954 von Bischof Isidor Markus Emanuel in Speyer zum Priester geweiht.
Er war Kaplan in Dahn, Homburg und Hassloch.
Priester von Katzweiler und Steinfeld,  ab 1982  verwaltete er auch die Pfarreien Schweighofen und Kapsweyer.
1999 geht er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand und lebt seit dieser Zeit in Niederotterbach.


Pfr. Peter Braun

geb. 25.05.1911
gest. 20.03.1998

Er absolvierte sein philosophisch – theologisches Studium in München und Eichstätt.
03.07.1938: Bischof Ludwig Sebastian weiht ihn im Dom zu Speyer zum Priester.
Er war Kaplan in Homburg-Erbach St. Andreas, in Waldsee und in Ludwigshafen St. Dreifaltigkeit.
Pfarrer war er von den Pfarreien Wörth-Maximilliansau, Steinfeld, Imsbach und Neustadt St. Pius.
1981, im Ruhestand, kehrte er nach Steinfeld zurück und übernahm die  seelsorgerische  Betreuung der Pfarreien Kapsweyer und Schweighofen, dadurch war er für Pfr. Blesinger eine große Hilfe.
Ab 1987 betreute er aus gesundheitlichen Gründen „nur“ noch Schweighofen.


Pfr. Josef Metzinger

geb.: 30.11.1966

Er studierte an der  Katholisch-Päpstlichen Universität Eichstätt, während dieser Zeit unterstand er direkt dem Ausbildungsplan des Papstes.
Am 26.Juni 1993 wurde er im Dom zu Speyer durch Gebet und Handauflegung  von Bischof Anton Schlembach zum Priester geweiht.
Seine Primiz feierte er am 27.Juni 1993 in der  Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt in Herxheim.
Von 1992 – 1993 im Rahmen des Pastoralpraktikums des zweiten berufsvorbereitenden Studienjahres in Speyer als Diakon in Homburg/Saar  - St. Michael.
Kaplan war er von 1993 – 1996 in Ludwigshafen – St. Josef  und von 1996 – 1999 in Ludwigshafen Oggersheim/Christ-König und in Ruchheim/St. Cyriakus (für diese Pfarrei war er von 1997 – 1999 allein verantwortlich).
Gleichzeitig war er von 1996 – 1999 Stadtjugendpfarrer des Stadtdekanats Ludwigshafen ( hierbei verantwortlich für die Jugendarbeit mit rund 2000 Jugendlichen, ebenso war er kirchlicher Vertreter im Ausbildungsplatzförderverein Ludwigshafen und Abgeordneter der Katholischen Kirche im Arbeitsplatzmarkt.
Seit 01.08.1999 Pfarrer von Kapsweyer-St.Ulrich, Schweighofen-St. Laurentius, Steinfeld-St. Leodegar mit  Filiale Niederotterbach-St. Nikolaus.
Seit Ende 1999 stellvertretender Pfarrverbandsleiter des Pfarrverbandes Bad Bergzabern.

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Der heilige Laurentius


St. Laurentius (Gedenktag ist der 10.08). Unter Kaiser Konstantinopel wurde 330 über dem Grab des Märtyrers die Basilika S.Lorenzo fuori le mura errichtet. Die Kirche gehört zu den sieben Pilgerkirchen der Stadt Rom. Die Krypta dieser Kirche birgt den Sarkophag mit den Gebeinen des Heiligen. Das Martyrium des Heiligen - er wurde auf einem glühenden Rost getötet - geschah  wahrscheinlich am  10.08.258.

Laurentius bedeutet: „der mit Lorbeer geschmückte“, er wird im Talar eines Diakons, mit rechteckigem Rost, Evangelienbuch, Kreuz, Almosen austeilend und mit Märtyrerpalme dargestellt.
Er ist Patron der Armen, der Bibliothekare, und aller mit Feuer beschäftigten Berufe wie Feuerwehrleute, Köche, Kuchenbäcker, Plättnerinnen, Kohlenbrenner.
Laurentius soll vor Brandwunden, Feuer, Fieber, Rückenschmerzen schützen und vor den Qualen des Fegfeuers bewahren.

Legende vom hl. Laurentius (erzählt von  Werner Jaspert):

Zu der Zeit, da Sixtus II. Papst war in Rom, lebte dort unter den Christen ein junger  Mann mit Namen Laurentius, der war aus Spanien gekommen. Seines untadeligen Wandels wegen schloss ihn Sixtus in sein Herz und nahm ihn auf unter die sieben Diakone, die mit der Pflege der Armen und der Verteilung der Almosen  betraut waren. Es geschah aber, dass in jenen Tagen  der Kaiser Valerian den Christen nachstellte um ihres Glaubens willen. Da ward auch Papst Sixtus vor Gericht gestellt und ihm das Urteil gesprochen, weil er sich weigerte,  dem Kaiser zu opfern. Als man ihn in Ketten zur Richtstatt führte, eilte Laurentius ihm nach und rief:“ Vater, lass mich dir folgen!“  Aber Sixtus wandte sich um nach ihm und sagte:“ Harre aus bei der Gemeinde, so lange es  Gott gefällt. In deine Hände lege ich die Schätze der Kirche. Schwere Prüfungen stehen dir bevor, doch der Herr wird dir bei stehen!“ Da die Kriegsknechte von Schätzen reden hörten, ergriffen sie Laurentius und führten ihn vor den Kaiser. Der drang in den Diakon und suchte ihm das Geheimnis zu entreißen, wo er die Reichtümer der Kirche  verborgen halte. Denn er war begierig, das Gold und das Silber und die kostbaren Gerätschaften an sich zu bringen. Darum versprach der Kaiser ihm Leben und Freiheit, wenn er den Schatz ausliefere. „ Wohl besitzt die Kirche einen kostbaren Schatz“; gab Laurentius zur Antwort, „und der Reichtum ist von solchem Glanz, wie ihn der Kaiser niemals  gesehen. Doch nicht an seinem Platz ist er verborgen, sondern weit umher verteilt in allen Gassen der Stadt. Gib mir drei Tage Zeit, so will ich vor dir ausbreiten, was wir Christen als unser kostbares Gut erkennen. Und nicht ein  Stück soll dir verborgen bleiben.“ Der Kaiser war damit zufrieden. Er ließ Laurentius frei und wartete mit Ungeduld auf den erhofften Schatz. Laurentius ging indes durch die Stadt  und verschenkte alles Gut der Kirche  unter die Bedürftigen. Tag und Nachts war er unterwegs, um die Not zu lindern und  reichlich auszuteilen. Am dritten Tage aber sammelte er um sich alle die Armen und Verachteten, die Lahmen und die Blinden, die Kranken und Ausgestoßenen, denen die neue Lehre von Christi Barmherzigkeit und Güte ein Trost  geworden war in ihrem Elend. Mit ihnen zog er vor den Palast des Kaisers und rief: „ So halte ich mein Versprechen. Siehe, das ist der  unvergängliche Schatz unserer Kirche. Achte ihn nicht gering! Heller als Gold und Diamanten strahlt in ihrem Herzen der Glanz des Glaubens.“ Der Kaiser aber, der sich in seinen eitlen Hoffnungen betrogen sah, fuhr auf und schrie:“ Fügst du zum Betrug auch noch den Hohn?“ Und da die Schergen den kühnen Diakon zwingen wollten, seinen Christenglauben  auf der Stelle abzuschwören und den Kaiser anzubeten, fragte Laurentius lächelnd: "Sagt, wen soll man anbeten, den Schöpfer oder das Geschöpf?“ Da konnte der Kaiser seinen Zorn nicht mehr bändigen. Er ließ einen eisernen Rost herbeitragen, auf den band man Laurentius und verbrannte ihn bei lebendigem  Leibe. Standhaft ertrug  er die furchtbare Qual. Der Kaiser konnte selber das grausige Schauspiel  nicht ansehen und wandte sich in seinen Palast zurück. Fromme Hände nahmen sich des Leichnams an und begruben ihn an geweihter Stätte. Der Tod des  Heiligen aber bestärkte die Gemeinde im Glauben.

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Wappen der Ortsgemeinde Schweighofen

Beschreibung: In rot unter einem schrägrechts liegenden goldenen Schlüssel mit oben abwärtsgekehrtem Bart und rautenförmigen Griff, unten eine anstoßende silberne Zinnenmauer mit offenem  rundbogigen Tor, darin  ein goldenes Hufeisen mit abwärtsgekehrten Stollen.
Genehmigung: 26.06.1950 Ministerium des Inneren, Mainz
Begründung: Der Ortsname leitet sich von Hof bei der Schweige, dem Weideplatz her. Der Ort zählt zum Weißenburger Mundatgebiet. Hierauf weist der schräggelegte Petrusschlüssel, hieran erinnert aber auch die Mauer mit dem Tor, die zugleich den zweiten Namensbestandteil  deuten soll, während das Hufeisen für den ersten, die Schweige, steht. Die Farben sind die der Abtei bzw. des  Stiftes Weißenburg.
Literatur: Von Jan, Das gemeindlich Wappenwesen (1958) 103 Nr. 57.

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Die Palestrina-Medaille


Die Palestrina-Medaille  für Kirchenchöre wird vom Allgemeinen Cäcilien-Verband  verliehen. Im Bistum Speyer erhalten pro Jahr etwa  zwei bis drei Chöre diese Medaille.
Um diese höchste Auszeichnung des Verbandes zu bekommen, muss ein Chor  mindestens 100 Jahre alt sein. Auch muss regelmäßig und vorbildlich die Liturgie, insbesondere an Sonn-  und Feiertagen mitgestaltet werden. Der Namensgeber der Medaille war Giovanni Pierluigi Palestrina. Er war ein Komponist der Renaissance, der zwischen 1525/26 und 1594 gelebt hat. Papst Julius III. hatte ihn als Kapellmeister berufen.

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Gelöbnistag der Pfarrei am 08. Dezember

Im Dezember 1944 rückte die Front, von Hagenau her, auf Schweighofen heran. In dieser Zeit wendeten sich die Bewohner des Ortes an Maria, die Mutter Gottes, um sie um den Schutz für das Dorf und die Bewohner zu bitten. Sie beteten eine 9 tägige Andacht in den Tagen vor dem Fest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (8. Dezember) und versprachen Ihr für den besonderen Schutz den 8. Dezember in Zukunft als öffentlichen Feiertag im Dorf zu begehen. Vom 12. auf den 13. Dezember 1944 musste das Dorf geräumt werden, Schweighofen wurde Kriegsschauplatz und Kriegsfront. Am Ende des Krieges war das Dorf, im Vergleich zu den Nachbardörfern, weitgehend verschont. Die Tradition dieses Tages wird auch heute noch fortgesetzt. Jedes Jahr am 8. Dezember trifft sich die Pfarrgemeinde zum Dankgottesdienst in der Kirche und anschließend zum gemütlichen Beisammensein in der Kulturhalle.

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Dezembersturm (von Ernst Biehn)

Stürmisch von Westen kam heulend der Wind
und mit ihm der Donner von Kriegslärm beginnt.
Brennende Dörfer ein Schein voller Grauen
waren von uns in Schrecken zu schauen.

In uns`rem Herzen die Angst vor dem Tod
flehten zu Dir wir Maria in Not.
Neun Tage lang kamen wir betend zu Dir
bei Mannsmann der Betsaal war voll bis zur Tür.

Dort haben wir Kinder und auch die Alten
getreu Dir gelobt, einen Festtag zu halten.
Drum wollen am  achten Dezember wir wieder
versammeln uns all` und knien zu Dir nieder
zu danken und denken, was wir einst gelitten,
zu flehen und immer erneut zu erbitten
den Völkern den Frieden, die Freiheit zu geben,
den Menschen die hungern, ein besseres Leben.

Wir bitten Maria, dass Du alle Zeit,
bewahrst uns vor Krieg, vor Hunger und Leid.

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Gefallene und vermißte Soldaten
(1939 - 1945)

Gefallene des 2. Weltkrieges 1939/45 der Gemeinde Schweighofen

Josef Friedmann

Josef Röhrig

Josef Burckhart

Hans Krebs

Hans Bauer

Philipp Eichenlaub

Raimund Biehn

Arnold Schneider

Wilhelm Stefan

Otto Schatz

Emil Wille

Helmut Schmitt

Karl Wille

Gustav Levejohann

Alfons Strasser

Georg Scharer

Karl Strasser

Erwin Betzer

Rudi Brack

Josef Wagner

Anton Hey

Ludwig Moster

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen.

Vermißte des 2. Weltkrieges 1939/45 der Gemeinde Schweighofen

Reinhold Holler

Johann Lang

Josef Eichenlaub

Josef Wolf

Karl Schatz

Friedrich Diehl

Luitpold Walz

Karlheinz Dietrich

Richard Bauer

Hugo Bauchrowitz

Albert Friedmann

 

(Die Reihenfolge ist der Gedenktafel neben der Kirche entnommen.
Die Liste ist offenbar nach dem Sterbedatum geordnet.)

So spricht der Herr:

 Ich bin die Auferstehung und das Leben;
wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.
(Joh 11, 25-26)

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Pfarrkirche "Kapellein", 1765/66 - 1893

Größere Pfarrkirche, 1893-1939

Gesprengter Kirchturm, 09. September 1939

Glockenweihe 1949

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