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Schweighofen gehörte seit seiner Gründung zum Kloster Weißenburg – zur Mundat. Nahe der römischen Siedlung Altenstadt wird im 7.Jahrhundert auf einer Lauterinsel das Benediktinerkloster Weißenburg gegründet. Das Kloster entwickelt sich rasch zu einem geistigen und religiösen Zentrum im Reich. Zur Zeit ihrer ersten Erwähnung bilden die Siedlungen Schweighofen, Kapsweyer und Steinfeld das Amt St.Remig, dessen Zentrum das östliche der vier Befestigungswerke der Klosters ist.
1311 |
Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Schweighofen |
Um 1500 |
Im Ort soll es eine dem heiligen Laurentius (+ 10.08.256) geweihte Kapelle geben, Schweighofen gehört zur Pfarrei Altenstadt. |
1765 /66 |
Bau einer größeren Kapelle an der Stelle der baufälligen Alten zum Beten Rosenkranzes und von Litaneien an Sonn- und Feiertagen und Samstagabends |
1790 |
Erhebung zur Pfarrei durch Fürstbischof August von Limburg-Styrum. |
1791 - 1808 |
Pfarrer Johann Weber |
1808 - 1818 |
Pfarrer Johann Baptist Legin |
1812 |
Primizfeier des ersten Priestersohnes Johann Michael Frey (1788 – 1856) Er ist heute noch als Geschichtsschreiber bekannt. Er ist der Verfasser der 4-bändigen Geschichte des bayrischen Rheinkreises, eines Standardwerkes zur Geschichte der Gemeinde im Bistum Speyer |
1818 - 1839 |
Pfarrer Peter Kornreich |
1839 - 1841 |
Pfarrer Johann Jeitzmann |
1841 - 1844 |
Pfarrer Martin Groß |
1844 - 1849 |
Pfarrer Jakob Kaufmann |
1849 - 1857 |
Pfarrer Nikolaus Schär |
1857 - 1881 |
Pfarrer Johann Schäfer |
1868 |
Gegen Widerstand gründete Pfr. Schäfer einen Kirchenbauverein, zum Bau einer größeren Kirche. |
1870 |
Es wurde beschlossen, mit dem Kirchenbau 1881 zu beginnen. |
1870 |
Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen ist anlässlich der Schlacht von Weißenburg Gast im Pfarrhaus |
1881 - 1895 |
Pfarrer Andreas Schmitt |
1893 |
Abriss der Kapelle |
1893/94 |
Grundsteinlegung für eine neue, größere Pfarrkirche |
07. 11. 1894 |
Einsegnung der Kirche durch den Lauterburger Dekan. |
1895 - 1915 |
Pfarrer Heinrich Adami |
1900 |
Gründung des Kirchenchors |
1903 |
Primizfeier des Neupriesters Carl Beck (1878 - 1950) |
02. 09. 1906 |
Weihe des neuen Gotteshauses durch Bischof Konrad von Busch |
1915 - 1929 |
Pfarrer Peter Rudolph |
1924 |
Pfingsten: Blitzschlag in den Kirchturm |
1929 - 1939 |
Pfarrer Michael Schmitt |
1939 - 1951 |
Pfarrer Eugen Weinspach |
1939 |
Der Kirchturm wird vom deutschen Militär gesprengt; Teilzerstörung der Kirche |
1939/40 |
Evakuierung des Dorfes bei Kriegsausbruch ins katholische Oberfranken 12 Monate blieben die Schweighofener in mehreren Orten bei der Bischofsstadt Bamberg. Ortspfarrer Eugen Weinspach betreute die Evakuierten aus dem Bamberger Pfarrhaus St. Martin. |
09. 11. 1941 - 48 |
Die Heimkehrer feierten den Gottesdienst im Saal der Wirtschaft zur Pfalz (Mannsmann) |
08. 12. 1944 |
Gelöbnisversprechen der Pfarrei [siehe auch das Gedicht “Dezembersturm” von Ernst Biehn] |
13. 12. 1944 |
Erneute Evakuierung des Dorfes vor der herannahenden Front. Von Februar bis nach Ostern sind nur einige Leute im Dorf, diese besuchen den Gottesdienst in Kapsweyer. Der 2. Weltkrieg fordert in Schweighofen einige Menschenleben (siehe "gefallene und vermisste Soldaten") |
07. 05. 1945 |
Verbot der Wiederbesiedlung des zerstörten Dorfes durch die Franzosen dritte Evakuierung. |
Juli 1945 |
Wiederbesiedlung des Ortes |
1946 - 48 |
Wiederaufbau der Pfarrkirche unter Pfarrer Eugen Weinspach |
30. 05. 1948 |
Weihe der wiedererbauten Kirche durch Bischof Joseph Wendel |
1949 |
Weihe der 3 neuen Glocken durch Bischof Joseph Wendel |
1951 - 61 |
Pfarrer Josef Storck ist Ortspfarrer der Gemeinde; wegen Erkrankung des Pfarrers übernimmt Kaplan Engel die Krankheitsvertretung. |
09. 09. 1956 |
Priesterweihe von Pater Ottmar Viktor Strasser in München |
16. 09. 1956 |
Primizfeier von Pater Ottmar in Schweighofen |
1961 - 71 |
Pfarrer Josef Süß übernimmt die Pfarrei / Kirchenrenovierung unter Pfarrer Josef Süß |
04. 08. 1963 |
Priesterweihe von Lothar Bauchowitz, er ging als Missionspfarrer nach Brasilien |
1968 |
Erste Pfarrgemeinderatswahl |
1971 - 73 |
Pfarrer Josef Marianus Ackermann |
1973 - 76 |
Pfarrer Adolf Laux |
1976 - 82 |
Pfarrer Pieter Clous |
ab 1982 - 99 |
Mitverwaltung der Pfarrei durch Pfarrer Alfons Blesinger; Pfarrer von Steinfeld |
bis 1997 |
erhält Pfarrer Blesinger seelsorgerische Unterstützung durch Pfarrer i.R. Peter Braun |
1994 |
Gemeindereferentin Patricia Wolff wird Mitarbeiterin von Pfarrer Blesinger. |
1999 |
Pfarrer Blesinger tritt aus gesundheitlichen Gründen den Ruhestand an |
ab 01. 08. 1999 |
Pfarrer Josef Metzinger übernimmt die Pfarreien St. Ulrich Kapsweyer, St.Leodegar Steinfeld mit St. Nikolaus Niederotterbach und St. Laurentius Schweighofen. |
21. 05. 2000 |
Ehrung des Kirchenchores mit der Palestrina-Medaille. |
2002 |
Schweighofen hat ca. 600 Einwohner, davon sind 437 Katholiken |
| 30.09.2011 | Pfarrer Metzinger wird nach Dudenhofen versetzt. Viehstrich- und Weinstraßengemeinden mit der Pfarreiengemeinschaft Bad-Bergzabern zusammengelegt. Das Seelsorgeteam:
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Der heilige Laurentius |
St. Laurentius (Gedenktag ist der 10.08).
Unter Kaiser Konstantinopel wurde 330 über dem Grab des Märtyrers die Basilika
S.Lorenzo fuori le mura errichtet. Die Kirche gehört zu den sieben Pilgerkirchen der Stadt
Rom. Die Krypta dieser Kirche birgt den Sarkophag mit den Gebeinen des Heiligen.
Das Martyrium des Heiligen - er wurde auf einem glühenden Rost getötet - geschah wahrscheinlich am 10.08.258.
Laurentius bedeutet: „der mit Lorbeer geschmückte“, er wird im Talar eines Diakons, mit rechteckigem Rost, Evangelienbuch, Kreuz, Almosen austeilend und mit Märtyrerpalme dargestellt.
Er ist Patron der Armen, der Bibliothekare, und aller mit Feuer beschäftigten Berufe wie Feuerwehrleute, Köche, Kuchenbäcker, Plättnerinnen, Kohlenbrenner.
Laurentius soll vor Brandwunden, Feuer, Fieber, Rückenschmerzen schützen und vor den Qualen des Fegfeuers bewahren.
Zu der Zeit, da Sixtus II. Papst war in Rom, lebte dort unter den Christen ein junger Mann mit Namen Laurentius, der war aus Spanien gekommen. Seines untadeligen Wandels wegen schloss ihn Sixtus in sein Herz und nahm ihn auf unter die sieben Diakone, die mit der Pflege der Armen und der Verteilung der Almosen betraut waren. Es geschah aber, dass in jenen Tagen der Kaiser Valerian den Christen nachstellte um ihres Glaubens willen. Da ward auch Papst Sixtus vor Gericht gestellt und ihm das Urteil gesprochen, weil er sich weigerte, dem Kaiser zu opfern. Als man ihn in Ketten zur Richtstatt führte, eilte Laurentius ihm nach und rief:“ Vater, lass mich dir folgen!“ Aber Sixtus wandte sich um nach ihm und sagte:“ Harre aus bei der Gemeinde, so lange es Gott gefällt. In deine Hände lege ich die Schätze der Kirche. Schwere Prüfungen stehen dir bevor, doch der Herr wird dir bei stehen!“ Da die Kriegsknechte von Schätzen reden hörten, ergriffen sie Laurentius und führten ihn vor den Kaiser. Der drang in den Diakon und suchte ihm das Geheimnis zu entreißen, wo er die Reichtümer der Kirche verborgen halte. Denn er war begierig, das Gold und das Silber und die kostbaren Gerätschaften an sich zu bringen. Darum versprach der Kaiser ihm Leben und Freiheit, wenn er den Schatz ausliefere. „ Wohl besitzt die Kirche einen kostbaren Schatz“; gab Laurentius zur Antwort, „und der Reichtum ist von solchem Glanz, wie ihn der Kaiser niemals gesehen. Doch nicht an seinem Platz ist er verborgen, sondern weit umher verteilt in allen Gassen der Stadt. Gib mir drei Tage Zeit, so will ich vor dir ausbreiten, was wir Christen als unser kostbares Gut erkennen. Und nicht ein Stück soll dir verborgen bleiben.“ Der Kaiser war damit zufrieden. Er ließ Laurentius frei und wartete mit Ungeduld auf den erhofften Schatz. Laurentius ging indes durch die Stadt und verschenkte alles Gut der Kirche unter die Bedürftigen. Tag und Nachts war er unterwegs, um die Not zu lindern und reichlich auszuteilen. Am dritten Tage aber sammelte er um sich alle die Armen und Verachteten, die Lahmen und die Blinden, die Kranken und Ausgestoßenen, denen die neue Lehre von Christi Barmherzigkeit und Güte ein Trost geworden war in ihrem Elend. Mit ihnen zog er vor den Palast des Kaisers und rief: „ So halte ich mein Versprechen. Siehe, das ist der unvergängliche Schatz unserer Kirche. Achte ihn nicht gering! Heller als Gold und Diamanten strahlt in ihrem Herzen der Glanz des Glaubens.“ Der Kaiser aber, der sich in seinen eitlen Hoffnungen betrogen sah, fuhr auf und schrie:“ Fügst du zum Betrug auch noch den Hohn?“ Und da die Schergen den kühnen Diakon zwingen wollten, seinen Christenglauben auf der Stelle abzuschwören und den Kaiser anzubeten, fragte Laurentius lächelnd: "Sagt, wen soll man anbeten, den Schöpfer oder das Geschöpf?“ Da konnte der Kaiser seinen Zorn nicht mehr bändigen. Er ließ einen eisernen Rost herbeitragen, auf den band man Laurentius und verbrannte ihn bei lebendigem Leibe. Standhaft ertrug er die furchtbare Qual. Der Kaiser konnte selber das grausige Schauspiel nicht ansehen und wandte sich in seinen Palast zurück. Fromme Hände nahmen sich des Leichnams an und begruben ihn an geweihter Stätte. Der Tod des Heiligen aber bestärkte die Gemeinde im Glauben.
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Wappen der Ortsgemeinde Schweighofen |
Beschreibung: In rot unter einem schrägrechts liegenden goldenen Schlüssel mit oben abwärtsgekehrtem Bart und rautenförmigen Griff, unten eine anstoßende silberne Zinnenmauer mit offenem rundbogigen Tor, darin ein goldenes Hufeisen mit abwärtsgekehrten Stollen.
Genehmigung: 26.06.1950 Ministerium des Inneren, Mainz
Begründung: Der Ortsname leitet sich von Hof bei der Schweige, dem Weideplatz her. Der Ort zählt zum Weißenburger Mundatgebiet. Hierauf weist der schräggelegte Petrusschlüssel, hieran erinnert aber auch die Mauer mit dem Tor, die zugleich den zweiten Namensbestandteil deuten soll, während das Hufeisen für den ersten, die Schweige, steht. Die Farben sind die der Abtei bzw. des Stiftes Weißenburg.
Literatur: Von Jan, Das gemeindlich Wappenwesen (1958) 103 Nr. 57.
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Die Palestrina-Medaille |
Die Palestrina-Medaille für Kirchenchöre wird vom Allgemeinen
Cäcilien-Verband verliehen. Im Bistum Speyer erhalten pro Jahr etwa zwei bis drei Chöre diese Medaille.
Um diese höchste Auszeichnung des Verbandes zu bekommen, muss ein Chor mindestens 100 Jahre alt sein. Auch muss regelmäßig und vorbildlich die Liturgie, insbesondere an Sonn- und Feiertagen mitgestaltet werden.
Der Namensgeber der Medaille war Giovanni Pierluigi Palestrina.
Er war ein Komponist der Renaissance, der zwischen 1525/26 und 1594 gelebt hat.
Papst Julius III. hatte ihn als Kapellmeister berufen.
Im Dezember 1944 rückte die Front, von Hagenau her, auf Schweighofen heran. In dieser Zeit wendeten sich die Bewohner des Ortes an Maria, die Mutter Gottes, um sie um den Schutz für das Dorf und die Bewohner zu bitten. Sie beteten eine 9 tägige Andacht in den Tagen vor dem Fest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (8. Dezember) und versprachen Ihr für den besonderen Schutz den 8. Dezember in Zukunft als öffentlichen Feiertag im Dorf zu begehen. Vom 12. auf den 13. Dezember 1944 musste das Dorf geräumt werden, Schweighofen wurde Kriegsschauplatz und Kriegsfront. Am Ende des Krieges war das Dorf, im Vergleich zu den Nachbardörfern, weitgehend verschont. Die Tradition dieses Tages wird auch heute noch fortgesetzt. Jedes Jahr am 8. Dezember trifft sich die Pfarrgemeinde zum Dankgottesdienst in der Kirche und anschließend zum gemütlichen Beisammensein in der Kulturhalle.
Stürmisch von Westen kam heulend der Wind
und mit ihm der Donner von Kriegslärm beginnt.
Brennende Dörfer ein Schein voller Grauen
waren von uns in Schrecken zu schauen.
In uns`rem Herzen die Angst vor dem Tod
flehten zu Dir wir Maria in Not.
Neun Tage lang kamen wir betend zu Dir
bei Mannsmann der Betsaal war voll bis zur Tür.
Dort haben wir Kinder und auch die Alten
getreu Dir gelobt, einen Festtag zu halten.
Drum wollen am achten Dezember wir wieder
versammeln uns all` und knien zu Dir nieder
zu danken und denken, was wir einst gelitten,
zu flehen und immer erneut zu erbitten
den Völkern den Frieden, die Freiheit zu geben,
den Menschen die hungern, ein besseres Leben.
Wir bitten Maria, dass Du alle Zeit,
bewahrst uns vor Krieg, vor Hunger und Leid.
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Gefallene und vermißte Soldaten |
Josef Friedmann |
Josef Röhrig |
Josef Burckhart |
Hans Krebs |
Hans Bauer |
Philipp Eichenlaub |
Raimund Biehn |
Arnold Schneider |
Wilhelm Stefan |
Otto Schatz |
Emil Wille |
Helmut Schmitt |
Karl Wille |
Gustav Levejohann |
Alfons Strasser |
Georg Scharer |
Karl Strasser |
Erwin Betzer |
Rudi Brack |
Josef Wagner |
Anton Hey |
Ludwig Moster |
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen.
Reinhold Holler |
Johann Lang |
Josef Eichenlaub |
Josef Wolf |
Karl Schatz |
Friedrich Diehl |
Luitpold Walz |
Karlheinz Dietrich |
Richard Bauer |
Hugo Bauchrowitz |
Albert Friedmann |
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(Die Reihenfolge ist der Gedenktafel neben der Kirche entnommen.
Die Liste ist offenbar nach dem Sterbedatum geordnet.)
So spricht der Herr:
Ich bin die Auferstehung und das Leben;
wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt,
wird in Ewigkeit nicht sterben.
(Joh 11, 25-26)