Rund um Schweighofen

 

 

Bilder vom Kirchturm aus fotografiert:


Blick nach Westen
- Richtung Windhof und Schweigen -

 


Blick nach Osten
- Richtung Kapsweyer und Steinfeld



Blick nach Norden
- Richtung Haftelhof -

Blick nach Süden
- Richtung Bienwald-Sportplatz -

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Kreuze in und um Schweighofen

Das Kreuz am Ortsausgang von Schweighofen in Richtung Kapsweyer, wurde 1848, durch Jakob Friedman und seiner Ehefrau Maria Eva Frey, errichtet. Das Keuz soll eine Widmung, an die zwei an Typhus verstorbenen Kinder, des Ehepaares sein.       

Die Inschrift lautet:

“Weihe mir mitleidig ein Vater unser und Ave der Seelenruhe unserer dahingeschiedenen Kinder Jakob und Kathrina. Darum bitten dich die trauernden Eltern, welche zu diesem Zweck dieses Kreuz aufgerichtet haben.“

Maria Eva Frey war eine Schwester von PfarrerMichael Frey .

 

„Rotes Kreuz,“ am Westausgang des Ortes in Richtung Windhof und Schweigen, an der Napoleonsbank – um 1811 errichtet. Das Kreuz lag damals auf dem Kirchweg von der Filiale Schweighofen zur Mutterkirche Altenstadt.

 

„Weißes Kreuz“ an der Straße zum Windhof (gegenüber der Einbiegung zum Neuhof). Es soll das Gegenüber zum „Roten Kreuz“ darstellen. Errichtet wurde es 1803 von Anna Maria Biehn. 1871 wurde ein preußischer Soldat beschuldigt, das Steinkruzifix umgerissen zu haben. Nach  seiner Wiederherstellung wurde es  im zweiten Weltkrieg  zerschossen - durch Ernst Schantz und Rudolf Friedmann neu errichtet und 1951 eingeweiht.1991 wurde es erneut beschädigt, der ehemalige Sandsteincorpus wurde durch einen Bronzekorpus ersetzt.

 

Ehemaliges Friedhofskreuz an der Straße zum Bienwald (Speckstraße in Richtung Bahnhof) von 1844. Das Kreuz wurde von der  politischen Gemeinde für den Friedhof (dessen Eigentümerin sie ist) angeschafft. 1965 wurde es an seinem heutigen Standort aufgestellt. Im Sockel steht die Jahreszahl 1844

Die Inschriften lauten:

 “Tod, wo ist dein Stachel. Tod, wo ist dein Sieg“ (1Kor.15,55 );

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt,
wird leben, auch wenn er gestorben ist“
(Joh,11,20);

„Gleich wie in Adam alle sterben,  so werden in Christo alle leben,
die gemacht werden“
(1 Kor.15,22).

1994 wurde an diesem Kreuz die Dornenkrone demoliert, eine  neue Krone wurde von Luitpold Danz mit Kupferdraht hergstellt.

 

Sandsteinkreuz an der Straße zum Haftelhof, es wurde  1952  von Familie Albert Eichenlaub, zum Dank und für die Erfüllung des Gelübdes für den aus dem Krieg heimgekehrten Sohn, gestiftet.

Die Inschriften lauten:

„Ich danke dir, dass du mich erhört hast“ (Joh.11,41)
&
„Zur Ehre für den zurückgeführten Sohn“.

 

1964 errichtete die politische Gemeinde das Friedhofskreuz mit einer Priestergrabstätte .

Das Kreuz wurde von dem Bildhauer Berthold Oehl aus Sandstein geschaffen.

 

Ehrendenkmal für die Gefallenen und Vermissten aus den Weltkriegen 1914-18 und 1939-45.

Im ersten Weltkrieg fielen 12 Schweighofener Soldaten und  2 wurden vermisst, im zweiten Weltkrieg fielen 21 Soldaten und 11 wurden vermisst. Errichtet wurde das Kreuz 1963 durch die politische Gemeinde, gefertigt  wurde es von dem Bildhauer Wilhelm Sanwald aus rotem Sandstein.

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Das Gelübde

Als der Krieg mit Würgerhänden durch die deutschen Gaue ging,
heimlich über jedes Dach seine Trauerfahne hing,
kniete einst im Dom zu Speyer eine fromme Bauersfrau,
gefaltet die verschafften Hände, der Haaresknoten schlicht und grau.
Sie kam vom schönen Pfälzerland bei Weißenburg nah an der Grenze.
Dort war ihr Dorf, ihr Haus und Hof, dort war sie über dreißig Lenze,
dort wurden auch die Buben groß. Vier Söhne stolz sie eigen nannte.
Den Ältesten empfahl sie Gott, groß´ Herzeleid in ihr entbrannte.
Den Alfons, ihren jungen Bauern, riss gleich der Krieg den Eltern fort
in jenes Land, wo grauenhaft der Russe haust mit Leid und Mord.
Nun kniete diese Pfälzerin beim Dämmerlicht im Kaiserdom,
die Blicke zum Altar gericht´ fleht sie zum Herrn für ihren Sohn.

„Wenn du mein Kind mir wieder gibst aus Kampf und grausig  Mörderhänden,
dann will ich dir als Dankeszeichen ein Feldkreuz vor dem Dorfe spenden,
ein Feldkreuz, dem man in der Pfalz an vielen Wegen oft begegnet,
wo Gott so gern die Fluren segnet.“

Ein Engel nahm in gold´ner Schale diese Bitte, heiß begehrt,
vor den Thron des Allerhöchsten, der fromme Mütter gern erhört!
Dem Himmel wurden ja schon oft Gelübde in der Not gebracht!
Doch wenn der Wunsch erfüllet war, hat mancher nicht an Dank gedacht!
Doch Pfälzer Menschen halten fest an ihrem herbebrachten Glauben,
keine noch so finst´re Macht könnte ihnen diesen rauben!

Eines Nachts, da alles schlief, pochte an das Tor ein Krieger.
Die Mutter erkannte ihren Sohn und der Sohn die Mutter wieder.
Die Freude kann nur der ermessen, der selbst schon einmal hochbeglückt
plötzlich einen Totgeglaubten freudig an das Herz gedrückt!

Bald grüßte an dem Straßenrand ein neues Kreuz, in Stein gehauen!
Ein jeder, der vorüber geht, muss gläubig-dankbar nach ihm schauen!

( Hanni Schmeer-Heil )

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Typhus :
eine gefährliche Infektionskrankheit, die in Ländern mit mangelnder Hygiene durch Bakterien (z. B. im Trinkwasser oder Nahrungsmittel)übertragen wird. Typhus führt zu Fieber, Durchfall, Hautausschlag und später zu Darmgeschwüren, Darmblutungen und ohne Behandlung zum Tod.

Napoleonsbank :
Steinerne Ruhebänke. 1795 - 1815 gehörte unsere Heimat zu Frankreich. Napoleon ließ die Bänke zur Geburt des Thronfolgers am 20. März 1811 errichten.

Priestergrabstätte :
Weber  Johannes 1790/1808; Legin Johannes 1808/18; Kornreich Peter 1818/39; Heitzmann Johannes 1839/41; Groh Martin 1841/44; Kaufmann Jakob 1844/49; Schar Nikolaus 1849/57; Schäfer Johannes 1857/81; Schmitt Andreas 1881/95; Adam Heinrich 1895/1915; Rudolph Peter 1915/29; Schmitt Michael 1929/39; Weinspach Eugen 1939/51; Storck Josef 1951/61; Süss Josef 1961/71; Ackermann Ernst Marianus 1971/73; Laux Adolf 1973/76; Clous Pieter 1976/ 82; Braun Peter,Vertreter 1982/97;

Hanni Schmeer-Heil :
Heimatdichterin;Ihre Eltern stammen aus Schweighofen - in ihrer Kindheit war sie oft in Schweighofen bei ihren Großeltern zu Besuch, heute lebt sie in Dudweiler
.

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