Verfasser: Dr. Helmut Streicher, 9.2001
Bereits mit Gründung der eingetragenen rechtsfähigen "Pfarrer Kuntz'schen König Ludwig und Maria-Theresia-Stiftung" 1917 durch den damaligen aus Kapsweyer stammenden Stadt-Pfarrer von Deidesheim HH. Pfr. Andreas Kuntz und den Erwerb des Heil'schen Brauerei-Anwesens Hauptstraße Ecke Schafgasse gab es eine "Kinderbewahrschule mit Kinderhort" am Ort. Im Rahmen des Stiftungszweckes in Trägerschaft des Vincentiusvereins mittels der Armen Schulschwestern vom hl. Dominikus in Speyer bestand die Einrichtung bis zum Zweiten Weltkrieg im vorgenannten Schwesternhaus. Nach den Kriegswirren konnte die Kinderschule am 9. April 1951 im nicht kriegszerstörten Schwesternhaus wiedereröffnet werden, nachdem die Kirche und der Ort i.w. wieder aufgebaut waren. Bereits im September 1959 mussten die Schwestern im Zuge des Rückgangs ihrer Zahl die Schwesternstation in Kapsweyer aufgeben. Auch Verhandlungen mit der politischen Gemeinde konnten diese nicht zur Übernahme der Trägerschaft des Kindergartens bewegen. Schließlich wurde das Schwesternhaus vermietet und ein eingeräumtes Vorkaufsrecht machte den Verkauf unumgänglich. Auf Grund des Stiftungszweckes musste der Erlös jedoch zweckgebunden Verwendung finden, was den Neubau eines Kindergartens im Stiftungseigentum begünstigte.
Im Spätjahr 1966 wurde der Neubau auf Rechnung der "Pfarrer Kuntz'schen Stiftung" begonnen und konnte im August 1968 abgeschlossen und der Kindergarten eingeweiht werden:

Anfängliche kümmerte sich der Stiftungsrat um den Kindergarten, doch schon Mitte der 70-iger bis heute wird die Betreuung von der Kirchenverwaltung wahrgenommen, so daß die Pfarrei Träger des Kindergartens ist.
Probleme mit dem Flachdach führten schließlich in den 80-igern zum heutigen Äußeren des Kindergartengebäudes. Die ursprünglich geplanten 90 Kinder haben sich zwischenzeitig erheblich verringert, so daß zuletzt die Zweigruppigkeit (Regenbogen- und Wunderblumengruppe) aufzugeben war. Derzeit werden ca. 30 Kinder von unseren Kindergärtnerinnen betreut. Zwei zusammengefasste Gruppenräume ermöglichen den Kindern großzügige Spielangebote. Zusätzlich steht ein Turnraum zur Verfügung. Neben den Funktionsräumen erlaubte der großzügige Hof- und Rasenbereich die Aufstellung von Spielgeräten.
Dank der aktiven Mitarbeit der Eltern und der Akzeptanz in der Bevölkerung ist das Kindergartenfest alljährlich Anziehungspunkt, Präsentation des Können der Kindergartenkinder und der Tätigkeit der Erzieherin, sowie Finanzierungsquelle für Anschaffungen, die im Haushalt der kirchlichen und öffentlichen Fördermittel nicht finanzierbar wären. Für die Kindergartenkinder stellt daneben St. Martin mit dem bewährten Reiter "Maler Vogel", sowie der Nikolaus ein besonderer Höhepunkt dar.