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Patronatsfest mit Ulrichsprozession in Kapsweyer 2005 |
Dr. H. Streicher
Seit wann die Ulrichsprozession in Kapsweyer stattfindet, ist nicht bekannt. Bereits 1920 lesen wir im Pfarrgedenkbuch, dass die übliche Prozession „erstmals ihren Weg die Hauptstraße hindurch bis zur Samsgasse“ nahm. Damals war sie nachmittags zur Vesper üblich, und nachdem 1920 Pfarrer Jerome aus Batzendorf predigte, finden wir im Folgejahr Pater Lenertz aus dem Herz-Jesu-Kloster Neustadt, der über Bischof Ulrich sprach. „Am Nachmittag nach der lateinischen Vesper fand die Prozession statt. Die Straßen abseits der Hauptstraße hatten vielen Schmuck wie an Fronleichnam.“
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| Ulrichsprozession zieht durch die Hauptstraße Kapsweyer |
So fand auch dieses Jahr am Sonntag nach dem 4. Juli, dem Tag des Kirchenpatrons Bischof Ulrich von Augsburg, die traditionelle Ulrichsprozession in Kapsweyer statt. In seiner Predigt im Festgottesdienst ging Pfarrer Metzinger auf Ulrichs Glaubensverständnis ein. Bereits vor über tausend Jahren vertrat Ulrich moderne Gedanken, die noch heute als modern gelten können. So war es ihm bei der Feier von Palmsonntag, der Karwoche und Ostern wichtig, dass die Gläubigen das Geschehen wirklich verstehen und nicht nur abfeiern. Er versuchte den Glauben für jedermann verständlich zu machen und behandelte alle gleich, da er aus christlicher Sicht schon damals alle für gleich hielt. Daneben war ihm die Eucharistie als Sakrament besonders wichtig und als Drittes die Hauptsache des Feierns.
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| Pfarrer Metzinger mit dem Allerheiligsten |
Entsprechend folgten auf dem beflaggten und geschmückten Prozessionsweg dem Allerheiligsten die anwesenden diesjährigen Kommunionkinder und der Kapsweyerer Musikverein, der die Prozession gekonnt musikalisch begleitete. So konnte die gesamte Feier wiederum zu einem erlebbaren Zeichen christlichen Glaubensverständnisses werden.