Dr. Helmut Streicher, 6.2004
„Ein seltsames Fest, denn hier wird mit Prunk das gezeigt, was jeden Tag im Gottesdienst gefeiert wird, das Geheimnis des Altarsakramentes.“
So kann man in einem Buch über Feste und Bräuche im Jahreskreis lesen. Doch dann wird erklärt, warum wir die Straßen schmücken und in prächtiger Prozession die Hostie aus der heiligen Mahlfeier in einem vergoldetren Zeigegerät (lateinisch: Monstranz) unter Gebet und Gesang vom Altar weg durch die Straßen geleiten.
„So wie die Teilnehmer der Prozession durch die Straßen ziehen, so ziehen wir alle dahin auf unserem Lebensweg und wie die Hostie als Leib des Herrn in der Monstranz die Teilnehmer des Umzuges begleitet, so begleitet uns der Herr selbst auf unserer irdischen Pilgerschaft. .. Die Prozession sagt uns von der bleibenden Gegenwart der Versöhnung auf dem Wegen unseres Lebens.“
Deshalb schmücken wir den Prozessionsweg und nehmen an der Prozession teil. Deshalb ist es auch schön, wenn an diesem Tag im ganzen Dorf geflaggt wird, da Gott überall gegenwärtig ist und wir alle daran teilhaben, nicht nur am Prozessionsweg.