Das Sakrament der

Krankensalbung

Einer Ihrer Angehörigen oder Sie selbst sind schwer krank und wünschen den Trost der Kirche. Dies geschieht durch die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung, früher etwas unzutreffend „letzte Ölung“ genannt.

Wie hilft die Krankensalbung dem Kranken?

Krankheit wird hier als Situation angesehen, die den ganzen Menschen betrifft. Sie belastet ihn nicht nur körperlich, sondern ist auch verbunden mit innerer Niedergeschlagenheit und Hilflosigkeit, Angst und Hoffnungslosigkeit. Mit dem Sakrament der Krankensalbung will die Kirche der Krankheit ein Zeichen der christlichen Hoffnung entgegensetzen. Sie will dem Christen in der Krise der Krankheit die helfende Nähe Gottes und seinen tröstenden Beistand vermitteln.

Sehen Sie bitte in der Krankensalbung kein „Sterbesakrament“. So wie das Sakrament im Jakobusbrief des Neuen Testaments beschrieben ist, dient die Krankensalbung zum Aufbau von Leib und Seele , wenn man krank geworden ist.      
Das heißt zwar nicht, dass man aufgrund der Krankensalbung gesund wird – denn die Krankensalbung ersetzt nicht die Medizin, aber sie stärkt den Menschen aus dem Glauben heraus. Er erfährt die Gemeinschaft der Gläubigen, den Beistand Gottes und dessen Gnade, die ihm die Kraft gibt, mit der Krankheit fertig zu werden. Psychosomatisch gesehen kann dies eine mögliche Heilung fördern und unterstützen, weil der Betreffende in seiner Seele und aus dem Glauben heraus gestärkt ist. Ist keine Heilung möglich, bereitet die Krankensalbung ausgezeichnet auf den letzten Weg des Menschen in das ewige Leben vor.                     
Ein Sterbesakrament ist die Krankensalbung auf keinen Fall. Deswegen ist es an sich auch sinnvoller, jemandem die Krankensalbung zu spenden, wenn er diese auch aktiv mitfeiern kann und nicht erst dann, wenn jemand „kurz vor dem Tod“ ist.

Was geschieht bei der Krankensalbung?

Wie alle Sakramente ist die Krankensalbung eine Zeichenhandlung, die den Glauben voraussetzt. Die Zeichen sind hier die Handauflegung und Salbung von Stirn und Händen des/der Kranken durch den Priester. Mit den dazugehörigen Gebeten ist die ganze Handlung auf die Stärkung und Aufrichtung des Kranken gerichtet. Dabei darf man keine Wunderheilung erwarten, obwohl auch nach den Erfahrungen der Medizin die seelische Aufrichtung des Kranken manchmal in erstaunlicher Weise die körperlichen Selbstheilungskräfte fördert. Das wichtigste Geschehen ist aber das Geschenk der Hoffnung auf Leben und ewiges Leben bei Gott. Dies kann in der schweren Prüfung durch Krankheit und Leiden innere Ruhe und Zuversicht bewirken.

Wann kann man die Krankensalbung empfangen?

Zu dieser Frage hat der Pfarrer eine große Bitte an Sie: Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit ihm auf und vereinbaren Sie einen Termin, wenn Sie für sich oder einen Angehörigen die Krankensalbung wünschen. Das kann angezeigt sein bei jeder ernsthaften Krankheit, erst recht, aber nicht nur bei unheilbarer Krankheit, und natürlich bei Todesgefahr. Aber warten Sie nicht bis zur unmittelbaren Todesbedrohung. In dringenden Fällen rufen Sie auf jedenfall während der Öffnungszeiten zuerst im zuständigen Pfarramt an, außerhalb der Öffnungszeiten auf dem dem Notfalltelefon des Pfarrers (siehe Pfarramt). Auch in den Krankenhäusern und Seniorenresidenzen Bad Bergzabern und Klingenmünster ist eine gemeinsame Notfallnummer hinterlegt.

In der Gemeinde Schweighofen bieten wir einmal im Jahr auch einen Krankensalbungsgottesdienst an, zu dem Sie selbst im Fall einer Krankheit kommen oder kranke Angehörige oder Bekannte, soweit möglich, bringen können. Der Pfarrer spendet Ihnen allen dann das Sakrament der Krankensalbung. Der Termin wird rechtzeitig vorher im Pfarrbrief bekannt gegeben.

Was ist bei einem Sterbefall zu beachten?

Wenn Sie in Ihrer Familie einen Sterbefall haben und eine kirchliche Beerdigung wünschen, dann verständigen Sie umgehend ein Bestattungsinstitut und den Pfarrer und vereinbaren den genauen Beerdigungstermin.

Bitte beachten Sie , dass die Grabschließungsfirmen feste Arbeitszeiten haben, die nicht unbedingt Ihren zeitlichen Vorstellungen des Bestattungszeitpunktes entsprechen. Diese Zeiten sind vertraglich zwischen Grabschließungsfirma und Verbandsgemeinde festgelegt. Der Pfarrer hat auf diese Regelung keinen Einfluss.

Sobald Sie den Pfarrer verständigt haben, besucht er Sie zu Hause oder bittet Sie ins Pfarrhaus zu einem Trauergespräch vor der Beerdigung und stimmt mit Ihnen die Zeremonie des Trauergottesdienstes ab.

Auch den Mesner bzw. die Mesnerin Ihrer Gemeinde (siehe unter „Pfarramt“) sollten Sie informieren, damit er/sie mit dem Läuten der Totenglocke das Hinscheiden eines Gemeindemitgliedes signalisiert und die praktischen Vorbereitungen für die Beerdigung und das anschließende Sterbeamt in der Kirche treffen kann.

Lesen Sie auch unser Angebot des Trauerbesuchskreises .

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