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Papst Benedikt XVI.Joseph Ratzinger |
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Man hatte sich so sehr an Johannes Paul II. gewöhnt, dass es selbst dem Pfarrer schwer fällt sich beim Hochgebet umzustellen. Und doch, nach dem sich der Presserummel etwas gelegt hat, ist es an der Zeit einige Gedanken aufzugreifen und den Wechsel endlich auch im Pfarrbrief anzusprechen. Man hat große Erwartungen auf Öffnung in Fortführung des 2. Vatikanischen Konzils in das Konklave seitens der Gläubigen hineingelegt und auf einen „liberalen“ Papst gehofft. Und nun? Der vermeintlich „Konservative“ ist gar nicht so der ausschließliche „Bewahrer“ – wie vor ihm z.B. auch Johannes XXIII., der genauso als „konservativ“ im negativen Sinne des Wortes galt. Sicherlich wünschen wir manche Öffnung mit Recht, doch alles will gut durchdacht sein, damit die Öffnung nicht die Substanz gefährdet. Es lassen sich viele Beispiele finden und Benedikt zeigt uns bei jedem Auftritt, dass er Mensch ist wie wir und verantwortungsvoll mit dem Glauben umgeht. Ein hoffnungsvolles Zeichen in der heutigen all zu oft „geistlosen“ säkularen Welt.
Vor kurzem berichtete Bayern 3 von seiner ersten Reise nach Süditalien. Er predigte, „ohne Sonntag können wir nicht leben“. Ein wahres Wort – bedeutet „leben“ doch nicht nur vor sich hin leben und jeden Spaß mitnehmen – wehe, wenn nicht alles klappt … Der Mensch ist mehr, er braucht Gemeinschaft und er braucht Gott. Dies soll uns jeder Sonntag neu bewusst machen und uns Ruhe zu Rückbesinnung bringen, damit wir mit neuer Kraft die Woche beginnen können. Hierbei hilft uns die „Anwesenheit Christi in der Eucharistie“. Wenn dies unser Weg ist, kann die so sehr gewünschte Vereinigung aller Christen unter Wahrung der Vielfalt der Strömungen schneller kommen als erwartet. Schon 1983 las ich das große Werk des vormaligen Prof. Ratzinger, „Einführung in das Christentum“ – nicht in den katholischen Glauben, nein in das Christentum! Ich glaube, er ist seinen damaligen Gedanken treu geblieben, auch wenn der Weg manchmal im Lauf der Zeit ein anderer ist. Unterstützten wir ihn in Gedanken, Worten, Taten und nicht zuletzt getreu seinem Wunsch im Gebet. (DrS)