Geschichte der Bistümer

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Aus der Geschichte der deutschen Bistümer

Das Erzbistum Hamburg ist eine komplette Neugründung. Bemerkenswert ist, daß Hamburg gleich den Status einer Metropolie erhalten hat, also Erzbistum wurde. Die jetzige Gründung kann an eine mittelalterliche Tradition anknüpfen: Seit dem 9. Jahrhundert bestand über mehrere Jahrhunderte ein Erzbistum Bremen-Hamburg, das in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts protestantisch wurde. Das neue Erzbistum umfaßt die Stadt Hamburg, das Bundesland Schleswig-Holstein und den mecklenburgischen Teil des neuen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommerns. Es umfaßt so auch das untergegangene Bistum Schwerin; Schwerin war von 1160 bis zur Reformation 1533 Sitz eines katholischen Bischofs.
Homepage: http://erzbistum-hamburg.de

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Das Bistum Osnabrück führt seinen Ursprung auf Karl den Großen zurück. Er gab 803 dem Bistum Land, und Wiho wurde erster Bischof. Von Bremen und Hamburg aus wurde nördlich der Elbe missioniert. Der hl. Ansgar wirkte seit 832 bei Schweden, Dänen und Ostseewenden: seit dieser Zeit gibt es eine enge Verbindung zur nordischen Diaspora.Über Jahrhunderte war das Bistum von einer Besonderheit geprägt: Durch den Westfälischen Frieden von 1648 war es bis ins 19. Jahrhundert möglich, daß die Diözese abwechselnd von einem katholischen und einem evangelischen Fürstbischof regiert wurde. Die Gebiete nördlich der Elbe bilden heute das neugegründete Erzbistum Hamburg. Patron des Bistums Osnabrück ist der hl. Josef.
Homepage: http://www.bistum-osnabrueck.de

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Das Bistum Hildesheim wurde 815 von Ludwig dem Frommen, einem Sohn Karls des Großen, gegründet. Als bedeutende Bischöfe sind Bernward und Godehard zu nennen. Besondere Bedeutung errang es in der sächsischen Kaiserzeit, als hier Reichspolitik gestaltet wurde und die Bischöfe wesentlichen politischen Einfluß hatten. Nach einigen Wirren während der Zeit der Säkularisation erhielt das Bistum 1824 seine heutige Gestalt, als ihm das Bistum Verden sowie Teile der Erzbistümer Bremen-Hamburg und Mainz und das Bistum Minden zugeordnet wurden. Verden und Minden waren fortan keine Bischofsitze mehr. Bistumspatronin ist die Mutter Gottes.
Homepage: http://www.bistum-hildesheim.de

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Das Bistum Berlin besteht seit 1930 als es in einem Diaspora-Umfeld gegründet wurde. Im Rahmen der Neuordnung wurde es im Juli 1994 zum Erzbistum erhoben. Die geschichtlichen Wurzeln der neuen Erzbiözese reichen aber bis zur Slawenmissionierung im 11. Jahrhundert zurück. Die alten Bistümer Brandenburg, Havelburg, Kammin und Lebus gingen in der Reformation unter. Das Gebiet gehörte zunächst zum "Vikariat Niedersachsen"; 1821 wird es dem Erzbistum Breslau unterstellt und von diesem schließlich 1930 losgelöst. Nach den Zweiten Weltkrieg fiel der östlich der Oder gelegene Bistumsteil einschließlich der Hafenstadt Stettin an Polen und kam 1972 zu den neugegründeten polnischen Bistümern Stettin-Kammin und Köslin-Kolberg.
Homepage: http://erzbistum-berlin.de

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Das Bistum Dresden-Meißen wurde 968 bei der Slawenmission gegründet. Mitte des 16. Jahrhunderts resignierte der Bischof, nachdem das Domkapitel protestantisch geworden war. 1921 wurde Meißen als Bistum wiederhergestellt; Bischofssitz war Bautzen. Nach der Verlegung des Bischofssitzes nach Dresden  wurde 1979 der Name des Bistums in Dresden-Meißen geändert. Es war im geteilten Deutschland die einzige Diözese, die vollständig auf dem Gebiet der heutigen neuen Bundesländern lag. Zum Bistum gehören auch sorbische Katholiken,  ansässig vor allem im Gebiet zwischen Bautzen und Kamenz.
Homepage: http://www.bistum-dresden-meissen.de

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Das Bistum Görlitz wurde 1972 vom Vatikan als Apostolische Administratur aus dem auf dem Gebiet der damaligen DDR gelegenen Teil der Erzdiözese Breslau (heute Wroclaw) errichtet. Bei der Neuordnung wurde Görlitz zum Bistum erhoben. Unser Bistum unterhält seit Jahren partnerschaftliche Beziehungen zum heutigen Bistum Görlitz. So bestehen seit Jahren auch auf der Ebene der Pfarrgemeinden freundschaftliche Verbindungen.
Homepage: http://kathweb.de/bistum-goerlitz

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Das Erzbistum Paderborn wurde 799 von Papst Leo III. und Karl dem Großen gegründet, als sich beide mehrere Monate in der Stadt aufhielten. Den ersten Bischof erhielt Paderborn 806, den hl. Hathumar. Dreißig Jahre später erbaten die Paderborner von Bischof Aldrich in Le Mans die Reliquie eines Heiligen: so kam die Liboriusverehrung nach Paderborn. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts veränderte sich mehrfach die äußere Gestalt des Bistums. Seit 1821 kamen das frühere Bistum Corvey und verschiedene weitere Gebiete, so auch Magdeburg, zum Bistum Paderborn. Erst seit 1930 ist Paderborn Erzbistum. 1958 trat es erhebliche Gebiete an das neugegründete Ruhrbistum Essen ab.
Homepage: http://www.erzbistum-paderborn.de

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Das Bistum Fulda wurde urkundlich erst 1752 errichtet. Es hat seinen  wesentlichen Ausgangspunkt im  hl. Bonifatius Mitte des 8. Jahrhunderts. Inmitten missionierter Germanenstämme errichtete der hl. Bonifatius 744 ein Kloster und bestimmte dies zu seiner Grabesstätte.Das Bonifatiusgrab in Fulda wurde schon bald Ziel zahlloser Pilger. Dadurch wuchs auch die Bedeutung des Klosters. Das Bistum Fulda war nach dem Zweiten Weltkrieg von der deutschen Teilung besonders betroffen, denn der größere Teil der Diözese lag auf dem Gebiet der DDR und wurde von einem eigenen Bischof mit Sitz in Erfurt betreut. Noch immer pilgern viele Gläubige zum Bonifatiusgrab nach Fulda - jeden Herbst tagt hier die Konferenz der deutschen Bischöfe. - Patrone  des Bistums sind der hl. Bonifatius und die hl. Elisabeth.
Homepage: http://bistum.fulda.net/pag/

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Das Bistum Erfurt geht auf Bonifatius zurück. Er gründete 742 das Bistum, das aber nur wenige Jahre bestand. Danach kam das Gebeit für mehr als ein Jahrtausend zum damaligen Erzbistum Mainz, welches im Mittelalter eine sehr große Ausdehnung und damit verbunden eine große Bedeutung hatte.
Seit 1930 gehörte das Gebiet um Erfurt zu den Diözesen Fulda und Würzburg. Bei der Neuordnung wurde Erfurt als Bistum wiederhergestellt. Es gliedert sich in vier landschaftlich wie volkstümlich unterschiedliche Landstriche: das thüringische Zentralgebiet mit starkem Diasporacharakter; das Eichsfeld als nach wie vor nahezu durchgängig katholisches Siedlungsgebiet; das Dekanat Geisa in der Rhön und das Gebiet um Meiningen.
Homepage: http://bistum-erfurt.de

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Das Bistum Magdeburg wurde 968 von Kaiser Otto dem Großen als Erzbistum errichtet. Der Kaiser berief den Abt des damals bedeutenden Benediktinerklosters Weißenburg (Elsaß), Abt Adalbert, zum Oberhirten des neuen Erzbistums. Das Land zwischen Salzwedel und Zeitz, zwischen Halberstadt und Lauchhammer  hat eine altehrwürdige Tradition. Bereits 804 wurde das Bistum Halberstadt errichtet, in dessen Bereich sich im 10. Jahrhundert ein Zentrum des Reiches und der Kirche entwickelte. 968 wurden der Magdeburger Kirchenprovinz auch die neugegründeten Bistümer Merseburg und Zeitz sowie das Bistum Meisen zugeordnet. Bis zur Reformation galt Magdeburg als bedeutendstes kirchliches Zentrum neben Köln. Nach der Reformation, die vom nahen Wittenberg ausging, gab es in dieser Region nur noch eine kleine Schar Katholiken. Seit der Neuordnung von 1821 gehörte das Gebiet zum Bistum Paderborn. Bedingt durch die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 für Magdeburg ein Weihbischof berufen, der die Katholiken des in der DDR gelegenden Gebietes des Erzbistums Paderborn seelsorglich betreute. 1994 wurde das Bistum Magdeburg wieder errichtet.
Homepage: http://bistum-magdeburg.de

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Das Erzbistum Köln hat seine Wurzeln in der Römerzeit. Das älteste Stadtsiegel weist das "Hillige Köln" und mit ihm die auf Märtyrer gegründete Kirche als "Romanae Ecclesiae fidelis filia" - der römischen Kirche treueste Tochter - aus. Erster nachweisbarer Bischof ist der hl. Maternus im 3. Jahrhundert; die Kölner Bischofsliste weist eine Reihe von Heiligennamen auf. Als Blutzeugen der ersten Zeit gelten in Köln Gereon und seine Gefährten sowie Cassius und Florentius, die Patrone der Stadt Bonn. Während des Mittelalters wurde die Erzdiözese wiederholt von Wirren erschüttert; so mußten die Erzbischöfe sogar zeitweise außerhalb Kölns residieren. Im 16. Jahrhundert wollte Erzbischof Hermann von Wied mit dem Bistum lutherisch werden, was aber vom Domkapitel verhindert wurde. Im 19. Jahrhundert war Köln, das Rom des Nordens, ein Hort der Kirche im Kulturkampf und bekam einen hohen Stellenwert im politischen und sozialen Katholizismus. 1842 wurde der aus Gimmeldingen stammende Speyerer Bischof Johannes Geissel (+1864) nach Köln berufen. Nach den letzten Krieg setzte Erzbischof Joseph Kardinal Frings Maßstäbe beim Wiederaufbau von Kirche und Staat. Nicht nur wegen seiner historischen Verdienste hat Köln noch immer ein gewichtiges Wort - auch in der Weltkirche - mitzureden. - Der Kölner Dom ist mit einer Länge von 144 m und einer Grundfläche von 6166 Quad-ratmetern Deutschlands mächtigster Kirchenbau. SeineTürme sind 156 m hoch; mit 161 m ist der Turm des Ulmer Münsters, ein Gotteshaus der evangelischen Kirche, der  höchste Kirchturm der Welt. - Diözesanpatrone von Köln sind die Unbefleckt empfangene Jungfrau Maria und der hl. Josef.
Homepage: http://www.erzbistum-koeln.de

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Das Bistum Aachen, das bis 1801 zu Lüttich gehörte, wurde 1804 von Napoleon nach einem Konkordat mit Papst Pius VII. gegründet. Die Wurzeln der kirchlichen Tradition gehen in der alten Kulturlandschaft des keltisch-römischen Aachen auf Karl den Großen zurück. Dieser erbaute das Marienmünster, dessen Reliquienschatz Pilger aus West und Ost in die Stadt zog. Seit dem 14. Jahrhundert (bis heute) findet alle 7 Jahre die Heiligtumswallfahrt statt. Nach dem Sturz Napoleons verlor Aachen den Bischofssitz und wurde wieder an das  Erzbistum Köln angegliedert. 1930 wurde die Diözese aus Teilen des Kölner Erzbistums und einigen Dekanaten des Bistums Münster wiedererrichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg gingen von der Bischofsstadt starke Impulse zur völkerverbindenden Brüderlichkeit aus. Heimgekehrte Soldaten trugen bei der Männerwallfahrt im Heiligen Jahr 1950 das Aachener Friedenskreuz durch acht deutsche Diözsen und dann nach Rom. Die Stadt wurde auch durch die  Ansiedlung der Misereor-Zentrale zur Drehscheibe der deutschen Kirche zur "Dritten Welt". Patronin des Bistum ist die Mutter Gottes (Mariä Himmelfahrt).
Homepage: http://www.bistum-aachen.de

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Das Bistum Essen war vor der jetzigen Neuordnung das jüngste deutsche Bistum. Die räumlich kleinste Diözese ist es noch heute; sein Gebiet umfaßt 8 Städte des "Reviers" und 2 Kreise. In nur dreißig Minuten erreicht der Bischof die entfernteste Pfarrei. Das Bistum Essen wurde 1958 mit Rücksicht auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklungen im Ruhrgebiet errichtet und damit die Zerspitterung der Region in kirchlicher Hinsicht überwunden. Bischofskirche ist das 852 von einem Sachsen- und Friesen-Missionar gegründete "Münster am Hellweg".
Homepage: http://www.bistum-essen.de

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Das Bistum Limburg wurde 1827 gegründet, als die Regierung von Nassau die Kirche unter ihre geistige Aufsicht stellen wollte. Diese Auseinandersetzung mit der weltlichen Herrschaft prägte die ersten Jahrzehnte der Diözese. Historisch gesehen ist Limburg ein junges Bistum, auch wenn der Limburger Dom  - er war auf dem alten Tausendmarkschein abgedruckt - aus dem Jahr 1235 stammt. In die kurze Bistumsgeschichte fallen der Kulturkampf und seine Folgen. Eine bedeutende Gründung war in den 20iger Jahren die Philosopisch-Theologische Hochschule der Jesuiten, St. Georgen,deren Senior, der vor wenigen Jahren hochbetagt verstorbene Prof. Oswald von Nell-Breuning, "Nestor der katholischen Soziallehre", bekannt und geschätzt war. Limburg ist heute bekannt als ein Bistum, das besonders mutig andere und neue Wege zeitgemäßer Seelsorge sucht und auch geht. Diözesanpatron ist der hl. Georg.
Homepage: http://www.bistum-limburg.de

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Das Bistum Münster wurde 792 von Karl dem Großen errichtet: Dieser schickte in Utrecht und York gebildeten Friesen Liudger ins Münsterland. Liudger schuf Höfe und Strukturen, die bis heute erhalten sind. Aus den Krisen von Reformation, Aufklärung und Nazizeit gingen das Bistum und seine selbstbewußten Katholiken stets gestärkt hervor. Unter den großen Bischöfen von Münster ist Clemens August von Galen zu nennen, der wie kein anderer Bischof öffentlich gegen Hitler auftrat. 1946 wurde der mutige Bischof, der deshalb als der "Löwe von Münster" bezeichnet wird, vom Papst in Kardinalskollegium berufen. In Münster wurde auch der spätere Mainzer Bischof Immanuel von Ketteler geboren, der der Begründer des "sozialen Katholizismus" ist. Patron des Bistums ist der hl. Paulus.
Homepage: http://www.bistum-muenster.de

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Das Bistum Trier ist vom historischen Nachweis her die älteste Diözese auf  deutschem Boden mit der ältesten Bischofskirche. Schon gegen Ende des 2. Jahrhunderts hatte die römische Siedlung Augusta Treverorum - Trier - eine Christengemeinde. Der erste Bischof, Eucharius, lebte Mitte des 3. Jahrhunderts. In Trier wurde Ambrosius geboren, studierte Hieronymus, fand der verbannte Athanasius Aufnahme. Die größte Ausdehnung hatte das damalige Erzbistum von 480 an, als Metz, Toul, Verdun, das heutige Luxemburg und Teile Belgiens dazugehörten - im Osten reichte es bis nach Gießen. Die Erzdiözese wurde von den Franzosen in der Säkularisation zerschlagen und das Bistum 1824 vom Vatikan in seiner heutigen Gestalt neu umschrieben. Vielleicht schon seit römischer Zeit wird in der Trierer  Bischofskirche der Heilige Rock, der Leibrock Christi aufbewahrt. - Patron ist der hl. Apostel Matthias.
Homepage: http://www.bistum-trier.de

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Das Erzbistum Bamberg nahm seinen Ursprung 1007 in einer Initiative Kaiser Heinrich II. und seiner Frau Kunigunde. Zur Diözese gehörten bei ihrer Gründung bereits rund 30 Pfarreien und es erlangte besondere Bedeutung bei der Christianisierung der zwischen Main und Rednitz wohnenden Slawen. Bambergs zweiter Oberhirte, Bischof Suidger (von 1040 - 1047 Bischof von Bamberg) wurde 1046 Bischof von Rom als Papst Clemens II., starb aber kurze Zeit nach seiner Wahl zum Nachfolger Petri. Die oberfränkische Stadt besitzt das einzige Papstgrab Deutschlands. Eine der herausragenden Bamberger Bischöfe war Otto I. (heiliggesprochen 1189). Er hat 27 Klöster neugegründet oder erneuert und war vor seiner Ernennung zum Bischof in Polen als Missionar tätig und wird deshalb heute noch dort verehrt. Die Bamberger Bischöfe förderten im Mittelalter Künste und Wissenschaften; Künstler wie Riemenschneider und Balthasar Neumann (Vierzehnheiligen, Gößweinstein) waren dort tätig. In der Reformationszeit schlossen sich 190 Pfarreien der Reformation an. Auch in der Seelsorge gab es Rückschläge: Nach den Dreißigjährigen Krieg standen für 110 Gemeinden nur 64 Priester zur Verfügung. Seit 1802, als Bamberg bayerisch wurde, ist es Sitz eines Erzbischofs mit den Suffraganbistümern Eichstätt, Speyer und Würzburg. Heute ist Bamberg das  größte Diasporabistum in  Bayern. Bistumspatrone von Bamberg sind der hl. Heinrich und die hl. Kunigunde.
Homepage: http://erzbistum-bamberg.de

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Das Bistum Eichstätt geht auf Bonifatius zurück, der als "Apostel der Deutschen" gilt. Schon er erkannte die günstige Lage an der Altmühl, direkt hinter dem ehemaligen römischen Grenzwall im Stammesdreieck der Bayern, Franken und Schwaben. 741 setzte er seinen Verwandten Willibald zum Bischof von "Eihstad" (Eichstätt) ein. Walburga, eine Schwester des ersten Bischofs, war Äbtissin eines Doppelklosters. Die Gräber dieser beiden Eichstätter Heiligen fanden sich im Benediktinnerinnenkloster St. Walburg und waren früh Ziel vieler Pilger. Die Gebeine des hl. Willibald wurde später im Eichstätter Dom beigesetzt; seine Grabstätte wurde dem Petrusgrab (von Bernini) in Rom nachgebildet, was ein Hinweis auf die Bedeutung der Diözese ist. Zwar wurde das Bistum durch die Gründung von Bamberg verkleinert, doch spielten die Bischöfe und das Domkapitel von Eichstätt eine wichtige Rolle im Reich. 1055 bestieg ein Eichstätter Oberhirte, Bischof Gebhard I. als Papst Viktor II., den römischen Bischofsstuhl. 14 Bischöfe gingen im hohen Mittelalter aus Eichstätt hervor, die in Merseburg, Osnabrück oder Basel, Ravenna oder Triest für die Seelsorge oberste Verantwortung trugen. 1564 entstand in Eichstätt die erste Priesterausbildungsstätte. In schweren Zeiten war das "Collegium Willibaldinum" (heute Uni-versität Eichstätt) Zuflucht für Theologiestudenten aus dem ganzen Reich; im Kulturkampf des 19. Jahrhunderts studierte hier der spätere Mainzer "Sozialbischof" Ketteler. Im Dritten Reich waren Studenten aus 42 Diözesen und 40 Orden an der Philisophisch-Theologischen Hochschule eingeschrieben, darunter auch unser Pfarrer Peter Braun. Hitler konnte diese Priesterausbildungstätte nicht auflösen, da sie kirchlichen Rechtsstatus hatte. Bis in unsere Zeit absolvieren viele Theologiestudenten aus unserem Bistum ihre Studienjahre in Eichstätt (Pfr. Blesinger, Pfr. Metzinger, u. v. a.). Das Bistum ist nach der Einwohnerzahl das kleinste unter den Diözesen; die Universitätsstadt selbst zählt nur 15000 Einwohnern. Eine Besonderheit stellt die "geteilte Stadt" Nürnberg dar: der Norden gehört zum Erzbistum Bamberg, die Südstadt zum Bistum Eichstätt. Bistumspatrone sind St. Willibald und St. Walburga.
Homepage: http://www.bistum-eichstaett.de

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Der hl. Bonifatius errichtete 742 das Bistum Würzburg nachdem bereits in der Region missioniert worden war. Denn vor etwa 1300 Jahren fand der irische Wanderbischof Kilian mit seinen Gefährten Colonat und Totnan dem Märtyrertod in Würzburg (689) im damals überwiegend heidnischen Franken. Die  alljährliche Kiliani-Wallfahrt im Juli erinnert an den Bistumspatron. Der erste Bischof war der hl. Burkard, ein Angelsachse. Das Bistum war nach Osten offen für die Slawenmission. Die Bischofsliste nennt den hl. Bruno (Initiator des Domes und Verfasser eines Psalmenkommentars) und den hl. Adal-berto, der für die Freiheit der Kirche im Investiturstreit kämpfte.  Nach Jahrhunderten mit großem geistlichen und politischen Ansehen - in Würzburg tagten auch Konzile und Synoden - verlor die Diözese mit der Reformation an Bedeutung. 1803 fiel sie der Säkularisation zum Opfer und wurde 18 Jahre später weitgehend in der heutigen Form wiedererrichtet. Zwei Dekanate, Meiningen und Saalfeld - heute Bistum Erfurt -, lagen jenseits der innerdeutschen Grenze. Würzburg war 1848 der Tagungsort der ersten Deutschen Bischofskonferenz; von 1972 bis 1975 traf sich hier die Synode der deutschen Bistümer, eine Konferenz aus Laien und Priester zur Beratung von aktuellen Fragen des Glaubens. Im Wallfahrtsland Würzburg sieht man sich auf dem Weg zur Kirche des Volkes. - Die Speyerer Bischöfe Michael Faulhaber  (1911-1917) und Anton Schlembach (seit 1983) stammen aus Franken.
Homepage: http://www.bistum-wuerzburg.de

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Unser Bistum Speyer bestand auf jeden Fall bereits 614; für dieses Jahr ist ein Speyerer Bischof urkundlich bezeugt. Vermutet wird, daß es bereits im 4. Jahrhundert einen Bischofssitz mit Kirche in Speyer gab. Zu politischer und kirchlicher Bedeutung gelangte Speyer allerdings erst unter den Saliern, dank deren Schutzherrschaft es kräftig aufblühte. In den Wirren der Franzöisichen Revolution ging das Bistum Speyer unter. 1802 kam der rechtsrheinische Teil (das Gebiet um Bruchsal) an Baden, der linksrheinische Teil wurde der Diözese Mainz zugeteilt. Knapp 2 Jahrzehnte später, nachdem die Pfalz bayrisch geworden war, wurde die Diözese in ihrer heutigen Form wiedererrichtet. Sie umfaßt die Pfalz und den östlichen Teil des Bundeslandes Saarland. Patronin unseres Bistums ist die Mutter Gottes.
Homepage: http://www.bistum-speyer.de

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Das Erzbistum Freiburg entstand trotz der langen kirchlichen Tradition erst 1827. Es wurde zusammengefügt aus Teilen der untergegangenen Diözesen Konstanz und Worms und der vier Diözesen Straßburg, Speyer, Würzburg und Mainz. Voraus ging die Umwandlung einer über tausend Jahre alten Gebietsordnung durch Napoleon und den Wiener Kongreß verbunden mit der Auflage, daß die Staatsgrenzen auch je die Bistumsgrenzen darstellen. Über viele Jahrhunderte war Konstanz am Bodensee, wo im 15. Jahrhundert auch ein allgemeines Konzil (Versammlung aller kath. Bischöfe) - stattfand, Bischofssitz gewesen. Und so bestimmte man Freiburg, weil es näher als Karlsruhe bei der alten Bischofsstadt lag, zum Bischofssitz. Patron des Bistums ist der hl. Bischof Konrad von Konstanz.
Homepage: http://www.erzbistum-freiburg.de

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Das Bistum Mainz gehört zu den ältesten und im Laufe der Kirchengeschichte  bedeutendsten deutschen Bistümern. Bereits im 3. Jahrhundert sind hier Spuren des Christentums zu finden, für den Beginn des 5. Jahrhunderts das Martyrium eines Bischofs. 747 wurde der hl. Bonifatius Bischof von Mainz und Mainz  wurde Erzbistum. Mainz war für mehr als ein Jahrtausend Metropolitankirche, der außer den untergegangenen Diözesen Erfurt und Buraburg die Bistümer Konstanz, Augsburg, Speyer, Worms, Paderborn, Hildesheim, Chur (heute Schweiz), Würzburg, Eichstätt, Straßburg, bis 1344 Prag und Ölmütz, bis 1648 Halberstadt und Verden und und seit 1752 Fulda zugeordnet waren. Nach einer ersten Schwächung im Zuge der Reformation brach das Erzbistum Mainz mit der  Besetzung des links-rheinischen Gebietes durch die Franzosen nach der Französischen Revolution (1789) zusammen. An die großen Zeiten erinnern der Dom und das "Mainzer Rad" (im Wappen), das nach der Legende auf den  großen Mainzer Bischof Willigis zurückführt, der ein Wagnersohn gewesen sein soll. Seit 1821 hat die Diözese ihre heutige Gestalt und gehört zur oberrheinischen Kirchenprovinz (Erzbistum Freiburg). Sie umfaßt Rheinhessen, Teile des Bundeslandes Hessen und die Enklave Bad Wimpfen im Württemberg, ein Kuriosum. Das soziale Engagement des Bistums, das den hl. Martin von Tour als Patron hat, erstreckt sich auf verschiedene Bereiche. Weit über die Grenzen hinaus bekannt wurden zwei Mainzer Bischöfe: im 19. Jahrhundert der Mainzer Sozialbischof Wilhelm Emanuel Ketteler und Bischof Hermann Kardinal Volk von 1962 bis 1982 Mainzer Oberhirte. Der jetzige Mainzer Bischof Karl Lehmann ist Vorsitzender der Deutschen Bischofkonferenz.
Homepage: http://www.bistum-mainz.de

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Die Diözese Rottenburg-Stuttgart entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts als  Folge der Säkularisation und napoleonischer Machtpolitk. Nach harten Verhandlungen mit Rom wurde 1828 der erste Bischof in Rottenburg inthronisiert. Die Katholiken in Württemberg, die bisher zu mehreren außerhalb des Landes liegenden Diözesen gehörten, waren kirchlich geeint. Die junge theologische "Tübinger Schule" gewann zunehmend an Bedeutung. Außer den Theologen kamen auch die Bischöfe aus den eigenen Reihen, was die Katholiken im  evangelisch geprägten Württemberg förderte. 1978 wurde das Bistum regionalen Gegebenheiten entsprechend in Rottenburg-Stuttgart umbenannt. Bischofskirche blieb der Rottenburger Dom. Bistumspatron ist der hl. Martin von Tours.
Homepage: http://www.drs.de

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Das Erzbistum München und Freising hat seine Wurzeln in der Neuordnung der bayerischen Kirche durch Bonifatius 739, als Freising Bischofssitz wurde. Irische Mönche, vor allem der heutige Bistumspatron Korbinian, hatten hier missioniert - nach der frühen Christianisierung in der Römerzeit. Nach dem Konkordat von 1817 wurde 1818 das Erzbistum München-Freising errichtet, dem unter anderem fast ganz das vormalige Bistum Freising und das aufgehobene Bistum Chiemsee zugeordnet wurden. Heute ist das Erzbistum fast flächendeckend identisch mit dem Regierungsbezirk Oberbayern. Viermal hat es sich in diesem Jahrhundert ereignet, daß ein Pfälzer oder ein Speyerer Bischof nach München berufen wurde: 1909 Domdekan Bollinger, 1917 wechselte Bischof Michael Faulhaber nach München (+1952) , sein Nachfolger in München war Bischof Joseph Wendel (+1960)  und zuletzt wechselte der aus Landau stammende Speyerer Bischof Friedrich Wetter 1982 an die Isar.
Homepage: http://www.erzbistum-muenchen.de

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Das Bistum Augsburg zählt zu den frühen Bischofssitzen in Deutschland; Augsburg wurde im 4. Jahrhundert Bischofssitz. Mit dem  Bistum  eng verbunden ist der Name des  hl. Ulrich  (890 - 4.7.973) - von 923 bis 973 Bischof von Augsburg -, der eine starke Säule des Reiches und ein Friedensstifter war. Er gilt als eigentlicher Sieger der Schlacht auf dem Lechfeld am 10. August 955, dem kirchlichen Gedenktag des hl. Laurentius. Ebenso beliebt sind: Die hl. Afra, die 304 bei Augsburg den Märtyrertod ge-storben ein soll, und Bischof Simpert, ein Verwandter Karls des Großen. Auch andere große Namen sind mit Augsburg verbunden: Albertus Magnus aus Lauingen, einer der großen Theologen des Mittelalters oder Pfarrer Sebastian Kneipp, der in Bad Wörrishofen segensreich arbeitende Priesterarzt. Reformation und Gegenreformation hatten in der Stadt wichtige Zentren. Das Bistum ist reich gesegnet mit Bräuchen und Kunstschätzen wie die Wieskirche oder die Benediktinerabtei Ottobeuen. Aber auch Werke der Caritas haben Tradition. Bistumpatrone sind die Heiligen Ulrich, Afra und Simpert.
Homepage: http://www.bistum-augsburg.de

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Das Bistum Passau hat seine Wurzel zu Beginn des 8. Jahrhunderts. Der erste Bischof Vivilo wurde 739 von Bonifatius bestätigt, welcher in päpstlichem Auftrag der bayerischen Kirche mit den Bistümern Salzburg, Freising, Regensburg und Passau eine feste Organisation gab. Zahlreiche Klöster festigten das Christentum. Das heute flächenmäßig kleine Bistum, war im 11. Jahrhundet das größte Bistum des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" und erstreckte sich bis zur heutigen österreichisch-ungarischen Grenze. Die heutige Gestalt erhielt es in Säkularisation; der österreichische Teil wurde vor 200 Jahren abgetrennt und 18 Pfarreien des früheren Salzburger Gebietes , darunter auch der Wallfahrtsort Altötting, angegliedert. 600 Kirchen und 1200 Kapellen (-davon 200 sind frühere Wallfahrtsorte-) charakterisieren das Gesicht dieses Bistum. Im St. Stephansdom der Dreiflüssestadt Passau steht die größte Kirchenorgel der Welt. Bistumspatrone sind der hl. Valentin, der hl. Maximilian und der hl. Konrad von Parzham (Bruder Konrad - die Kapsweyerer Pfarrkirche hat eine Statue dieses Heiligen).
Homepage: http://www.bistum-passau.de

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Das Bistum Regensburg wurde 739 von Bonifatius organisiert und unterstand seit 789 dem Erzbistum Salzburg. Bonifatius bestellte den Abt Gaubald vom Regensburger Kloster St. Emmeran zum ersten Bischof. In römischer Zeit gab es in Castra Regina (Regensburg) Christen. Vieleicht war es schon damals Bischofssitz, der in den Stürmen der Völkerwanderung unterging. Bis 973, der Gründung der Diözese Prag, gehörte auch Böhmen zum Bistum. Regensburg als Civitas Christiana, als "christliches Zelle", dokumentiert sich in Denkmälern und in der großen Schar seiner Heiligen: Wolfgang, Emmeran, Erhard, Albertus Magnus und unzählige Selige. Nach der Säkularisation wurde die Diözese dem Erzbistum München-Freising zugeordnet. Mit 200 Kilometern Ostgrenze nach Tschechien war es in unserem Jahrhundert als Grenzbistum Brücke nach Prag. Weltruf genießen die "Regensburger Domspatzen". In der Stadt hat auch der Dialog zwischen den orthodoxen Christen und den Katholiken schon lange Tradition. Patrone des Bistums sind der hl. Erhard, hl. Wolfgang und hl. Emmeran.
Homepage: http://www.bistum-regensburg.de

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[zusammengestellt von Hermann Streicher]