Was das Herz entscheidet

 

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten.

Nach einer Weile des Schweigens sagte der Alte: „Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“

„Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“, fragte der Junge.

Der Alte dachte nach. Dann antwortete er: „Der Wolf, den ich füttere.“

Alle unsere Taten und Gedanken machen uns zu dem Menschen, der wir sind. Wir selbst haben es in der Hand, die Entscheidung zu treffen, ob wir uns zum Guten hinwenden wollen.

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Die Geschichte vom Seestern

 

Ein fürchterlicher Sturm kam auf. Der Orkan tobte. Das Meer wurde aufgewühlt, und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.

Als das Unwetter langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf. Am Strand lagen jedoch unzählige von Seesternen, die von der mächtigen Strömung an den Strand geworfen worden waren.

Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.

Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem Jungen und sagte: „Was du da machst, ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist! Die kannst du niemals alle zurück ins Meer werfen. Was du da tust, ändert nicht das Geringste!“

Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging er zum nächsten Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer. Zu dem Mann sagte er: „Für ihn wird es etwas ändern.“

„Was Ihr einem meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan“. Wir können nicht die ganze Welt retten, aber überall dort, wo wir uns engagieren, wird durch uns ein Stück der Liebe Christi sichtbar.

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